„Es liegt nicht an dir, es liegt an mir“, „Ich bin momentan in einer Selbstfindungsphase“, „Ich weiß nicht wohin mit mir“ – Aha. Immer mehr Menschen sind Single und wenn ich mir so meinen Freundeskreis anschaue, überwiegen definitiv die Singledamen und -herren, doch warum? Wieso, wenn man sich super versteht, man sich auf einer Wellenlänge befindet und es zusätzlich dazu im Bett auch noch gut läuft, nennt man dann solch eine Liaison zwischen zwei Menschen nicht Beziehung?

Ich habe mir dazu meine eigene Theorie zusammengelegt.  Angst. Heutzutage wird Individualität und Freiheit so groß geschrieben, wie schon lange nicht. Die ältere Generation hat in meinem Alter schon den Partner fürs Leben gefunden und hätte in den nächsten 4 Jahren geheiratet, dann daraufhin weitere vier Jahre Kinder gezeugt. Und nun sind es glückliche Familien, die einander lieben. Wir allerdings sind gerade in unserem Studium, haben Pläne für Praktika, Pläne für einen Masterplatz in einer anderen Stadt. Und dann will ich bitte noch reisen, in einer weiteren anderen Stadt leben, gerne auch eine Zeit im Ausland und Freiheit, Freiheit, Freiheit haben. Wo soll in diesem Zeitplan noch Platz für ein Partner sein? Richtig, nirgendwo. Und die Angst wäre zu groß, sich einem Partner hinzugeben. Dieser könnte einen einengen, von großen Plänen abbringen und sowieso anhänglich sein. Ich nehme mich aus diesem Beispiel nicht raus, doch bin ich dennoch der Verfechter der Theorie „einfach-mal-probieren“. Auch wenn diese Beziehung dann eventuell scheitern würde, man hätte es wenigstens versucht. Man hätte versucht für den anderen da zu sein, schöne gemeinsame Zeit zu verbringen, sei es zu zweit oder in einer größeren Gruppe mit Freunden. Aber der Wille und der Mut wären da gewesen und ich hätte mir nicht feige sagen können, man hat es gelassen, weil man sich ja aneinander mag und diese „Freundschaft“ nicht zerstören möchte.

So werden wir alle super gut miteinander befreundet sein, weil es einfach bequemer ist, als eine feste Beziehung. Doch bevor man sich dieser Bequemlichkeit hingibt, sollte man vielleicht erstmal vorher noch erfragen, was Beziehung für das Gegenüber überhaupt bedeutet. Händchen haltend über die grüne Wiese tollen, 24/7 Zweisamkeit, tägliches WhatsApp schreiben? Nein, das muss es nicht sein und ich bin mir sicher, dass der größte Teil der Damen sowas auch nicht erwartet. Doch bevor kommuniziert wird, werden Schlüsse gezogen und für sich selbst gesagt: nein, das will ich nicht. Auch wenn man nicht weiß, ob die Person überhaupt so denkt.

Ignoranz, Egoismus, Bequemlichkeit. Das wären negative Begriffe, die diese Entwicklung umschreiben würden. Fangt an zu lieben und einander zu vertrauen. Und am aller Wichtigsten: Kommunikation. Glaubt mir, ich studiere das 😉

Adieu,

Leonie

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